Wenn der "Weiße Schwanen" die Besucher Thurnaus am Ortseingang wieder begrüßt - Illustration; S. Buntstein

Alternative Verkehrskonzepte

Anders als im Abbruch-Bescheid der Regierung von Oberfranken ausgeführt, gibt es zahlreiche Alternativen zur aktuellen Verkehrsplanung. Die gesetzlichen Rahmenbedinungen sind z.B. durch die Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen (RASt 06) gegeben. Die Aufweitung der Einmündung, so dass an der Engstelle zwei Sattelschlepper aneinander vorbeifahren können, ist nicht die einzige Möglichkeit, um für mehr Verkehrssicherheit zu sorgen.

Auch Regionalreferent für Oberfranken des BUND Naturschutz, Jörg Hacker schreibt uns, der Ausbau der Staatsstraße ist verkehrswissenschaftlich keineswegs alternativlos. Kapazitätserweiterungen in Ortsdurchfahrten erzeugen häufig zusätzlichen Verkehr statt Probleme zu lösen. Als Alternativen kommen u. a. Verkehrsberuhigung und Geschwindigkeitsreduzierung in Betracht, bewusst schmalere Querschnitte, Umgestaltung der Ortsdurchfahrt zugunsten von Aufenthaltsqualität und Sicherheit sowie eine konsequente Priorisierung des Umwelt- und Denkmalschutzes. Solche Ansätze werden vielerorts erfolgreich umgesetzt.

So wurde auch in Thurnau für die Staatsstraße 2189 eine Alternative gefunden: durch den historischen Ortskern darf kein Schwerlastverkehr mehr geleitet werden.